Sexualstrafrecht 2016-12-08T16:49:17+00:00

Das Sexualstrafrecht

Liegt gegen Sie eine Anzeige wegen sexueller Nötigung vor? Oder sind Sie Opfer einer Sexualstraftat geworden? Dann zögern Sie nicht Kontakt zu mir aufzunehmen. Egal ob Finger­spitzen­gefühl oder Durch­setzungs­vermögen nötig sind, ich kenne die Besonderheiten des Sexualstrafrechts und vertrete Sie mit Sachverstand. Wenden Sie sich auch an mich, wenn Sie als Jugendlicher oder Heranwachsender eines Sexualdelikts verdächtigt werden, ich habe mich auch auf das Jugendstrafrecht spezialisiert.

Wird Ihnen sexuelle Nötigung vor­geworfen, müssen Sie – egal ob unschuldig oder nicht – mit erheblichem Gegenwind und massiven Vorurteilen aus Ihrem Umfeld und gegebenenfalls den Medien rechnen. Sexual­delikte werden sowohl vom Opfer als auch vom Beschuldigten als besonders persönlich­keits­verletzend und stigmatisierend empfunden. Umso wichtiger ist es, nicht zu lange damit zu warten, sich Rechtsbeistand zu holen.

Erfahrung im Umgang bei der angespannten Situation bei Sexualstraftaten kann Sie davor bewahren, Ihr Recht auf ein faires Verfahren durch eigenes Fehlverhalten negativ zu beeinträchtigen. Kontaktieren Sie mich deswegen frühzeitig, denn zu Beginn des Ermittlungsverfahrens werden die Weichen für das gesamte Verfahren gestellt und Sie können Ihre Chancen mit Hilfe einer guten Strafverteidigung entscheidend beeinflussen.

Was gehört zum Sexualstrafrecht?

Jeder Mensch hat das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung. In welchen Fällen ein Eingriff in dieses Recht vorliegt, regeln die §§ 174 bis 184g Strafgesetzbuch (StGB). Darunter fallen Sexualstraftaten wie Exhibitionismus, sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen, sexueller Kindesmissbrauch (sexueller Missbrauch von Kindern), Kinderpornografie, sexuelle Nötigung.

Für die sexuelle Nötigung, worunter auch die Vergewaltigung fällt, muss eine Einschüchterung durch Androhen oder Anwenden von Gewalt der sexuellen Handlung vorausgehen. Dazu zählt zum Beispiel, jemanden zu Boden zu drücken, eine Mauer zu bilden um den Weg zu versperren oder das Bedrohen mit einer Waffe. Sexuelle Nötigung zieht gemäß § 177 Abs. 1 StGB eine Mindeststrafe von einem Jahr Freiheitsstrafe nach sich. In besonders schweren Fällen und bei Verwendung einer Waffe erhöht sich diese auf bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe. Straftaten, die zum Sexualstrafrecht gehören, werden wegen ihrer Brisanz oft mit harten Urteilen geahndet.

Durch effektive Strafverteidigung kann die Verfahrenseinstellung, die Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen (Zahlung eines Geldbetrages, Täter-Opfer-Ausgleich, Schmerzensgeldzahlung), die Sicherung von Beweisen und Dokumentation von Verletzungen, eine brauchbare Strafanzeige und verwertbare Aussage ebenso erreicht werden, wie ganz erhebliche Strafmilderungen oder die Strafaussetzung zur Bewährung.

Der sexuelle Missbrauch

Sexueller Missbrauch liegt vor, wenn sexuelle Handlungen an Schutzbefohlenen, Kindern oder erwachsenen Menschen vorgenommen werden, die sich nicht wehren können oder die die Situation nicht verstehen und deswegen keinen Widerstand leisten können.

Geregelt ist sexueller Missbrauch im Strafgesetzbuch (StGB) im dreizehnten Abschnitt „Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung“ in den §§ 174 – 176b, 179, 182 StGB. Die sexuelle Selbstbestimmung kann grundsätzlich zum einen durch sexuellen Kontakt gegen den Willen des Opfers (sexuelle Nötigung) oder zum anderen mit vermeintlicher Einwilligung aber unter Ausnutzung eines besonderen Verhältnisses oder einer besonderen Stellung dem Opfer gegenüber zum Erlangen des Einverständnisses verletzt werden.

Oft wird sexueller Missbrauch mit dem sexuellen Missbrauch von Kindern (Kindesmissbrauch) gleichgesetzt. Dies ist ein Bereich des sexuellen Missbrauchs. Auch das Ausnutzen einer Amtsstellung oder eines Beratungs-, Behandlungs- oder Betreuungsverhältnisses sowie der sexuelle Missbrauch von Gefangenen, behördlichen Verwahrten oder Kranken und Hilfsbedürftigen ist strafbar.

Sexueller Missbrauch ist ein sensibles Thema mit vielen Emotionen wie Scham, Wut, Verzweiflung und Angst. Diese können die Ursache für Fehlverhalten sein, das Ihr Verfahren negativ beeinflusst. Als Ihr Rechtsbeistand bereite ich Sie auf das Verfahren vor, sodass Sie sich im Vorfeld auf die schwierige Situation vorbereiten können.

Die Vergewaltigung

Die Vergewaltigung ist rechtlich gesehen eine schwere sexuelle Nötigung, bei der unter Drohung oder Anwendung von Gewalt, Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben oder unter Ausnutzung einer Lage, in der das Opfer der Einwirkung des Täters schutzlos ausgeliefert ist, der Täter mit dem Opfer den Beischlaf vollzieht oder ähnliche sexuelle Handlungen an dem Opfer vornimmt oder an sich von ihm vornehmen lässt, die dieses besonders erniedrigen, insbesondere, wenn sie mit einem Eindringen in den Körper verbunden sind.

Die Abgrenzung der Vergewaltigung zur sexuellen Nötigung geschieht durch das Eindringen in den Körper. Dies kann sowohl beim Täter als auch beim Opfer oral, vaginal und anal geschehen. Unter den Tatbestand der Vergewaltigung fällt demnach zum Beispiel auch, wenn der Täter den Penis des Opfers in den Mund aufnimmt.

Den Straftatbestand regelt §177 StGB. Die Mindeststrafe für sexuelle Nötigung liegt bei 6 Monaten für minder schwere Fälle. Die Strafe für Vergewaltigung liegt bei mindestens zwei Jahren.  Die Verjährungsfrist für sexuelle Nötigung und Vergewaltigung beträgt 20 Jahre.

Sexuelle Nötigung und Vergewaltigung gehören zu den anspruchsvollsten Verfahren überhaupt. Sie betreffen die Existenz der Beteiligten. Als auf das Sexualstrafrecht spezialisierte Anwältin mit jahrelanger Prozesserfahrung kenne ich die rechtlichen und emotionalen Besonderheiten bei Sexualdelikten und vertrete Sie mit dem Ziel, das für Sie bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Honorar

Wenn es um die engagierte Wahrnehmung Ihrer Rechte geht, fallen natürlich auch Kosten an.

Ganz gleich, ob ich als Pflichtverteidigerin oder als Wahlverteidigerin für Sie tätig werde, vereinbaren wir zu Beginn gemeinsam eine erfolgversprechende Strategie zu Ihrer Strafverteidigung.

Als Pflichtverteidigerin wird mein Honorar zunächst von der Staatskasse übernommen.

Wenn Sie mich als Wahlverteidigerin beauftragen, treffen wir eine Vereinbarung, nach welchem Modell mein Honorar berechnet wird (nach den gesetzlichen Gebühren, nach Stunden oder pauschal). Hiervon unabhängig ist der Vorschuss, den ich verlange um mein Honorar abzusichern. Die Höhe des Vorschusses ist von verschiedenen Faktoren abhängig und wird individuell vereinbart.

Erfolgreiche Strafverteidigung setzt neben Qualität vor allen Dingen auch Vertrauen voraus.

Von einer Pflichtverteidigung spricht man, wenn der Beschuldigte im Strafverfahren einen Verteidiger benötigt, weil es gesetzlich vorgesehen ist, ein Fall der sogenannten „Notwendigen Verteidigung“ vorliegt. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn dem Beschuldigten eine schwere Straftat vorgeworfen wird oder er in Untersuchungshaft genommen wurde.

Ihnen wird dann mitgeteilt, dass ein Fall der notwendigen Verteidigung vorliegt und Sie binnen einer Woche einen Verteidiger benennen sollen. Als Beschuldigter können Sie sich also auch in dieser Situation Ihren Anwalt selbst aussuchen und sollten von diesem Recht unbedingt Gebrauch machen, damit Ihnen nicht vom Gericht irgendein Verteidiger beigeordnet wird.

Gern werde ich für Sie auch als Pflichtverteidigerin tätig und verteidige Ihre Interessen und Rechte engagiert und konsequent. Leider ist es nicht unüblich, dass Gerichte Rechtsanwälte als Verteidiger beiordnen, die wenig Arbeit machen, sprich: Sie nur zu Ihrer Verurteilung begleiten.

Deshalbn nutzen Sie Ihr Wahlrecht und kontaktieren Sie mich.

Für weitere Informationen besuchen Sie gerne auch meine Hauptseite www.kanzlei-sonneborn.de